Schulanlage Chilematt | Neuheim
Das Leitmotiv für die Gestaltung der neuen Schulanlage ist die Waldschule. So wird der hölzerne Neubau sorgfältig in den Baumbestand eingepasst und dabei die vorhandene Freiraumqualität respektiert. Das Gebäude bildet sowohl in der ersten Etappe zusammen mit dem bestehenden Schul- und Wohnhaus, als auch im Endzustand mit der Turnhalle ein bauliches Ensemble, welches den Begegnungsplatz als identitätsstiftende «Mitte» der Anlage stärkt.
Die Vorgaben des ISOS-Gebietes «Chilemättli» werden mit hoher Selbstverständlichkeit erfüllt. Der Holzbau ordnet sich trotz seiner Grösse den Massivbauten der Kirche und des Gemeindehauses, die sich auf dem erhöhten Plateau befinden, unter. Die Farbigkeit ist auf die typischen Farbtöne, die man im intakten Dorfkern findet, abgestimmt.
Die besondere Qualität des Areals – der wertvolle Bestand an gewachsenen Bäumen – wird bewusst erhalten und in das Konzept integriert. Zwischen den Baumgruppen entstehen räumliche Öffnungen, die an Lichtungen im Wald erinnern. Diese naturnahen Räume bieten ideale Voraussetzungen für das Spielen und Lernen im Freien. Ein neu konzipierter Walderlebnisweg führt die Kinder durch verschiedene Stationen, lädt zum Entdecken ein und macht Naturwissen unmittelbar erfahrbar.
Programm: Drei Kindergärten, Räume für die Betreuung und eine Einfachturnhalle | Bauherrschaft: Gemeinde Neuheim | Offener Projektwettbewerb 2025, 2. Rang | Landschaftsarchitektur: Uniola, Zürich






